Bilder vom Bau der Yacht

 Unsere SUMMERTIME ist
    eine "Van-de-Stadt-Design 37"  -   "Forna"
    in "Glass-Fibre Wood Core"  -  Bauweise.
            (siehe auch https://www.stadtdesign.com/pages/woodcore)
        Das ist ein Glasfiber-Sandwich-Laminat, dessen Kern nicht Schaum ist sondern Holz, nämlich
        Western Red Cedar.
        Das verwendete Harz ist durchgehend Epoxy.
        Der Rumpf wird aus Holzleisten aufgeleimt (Leistenbauweise). Sie ergeben einen vollwertigen Rumpf.
        3 Lagen Glasfiber innen und außen sorgen für Verwringungsfreiheit und weitere Festigkeit.
        Schotten und Einbauten versteifen den Rumpf zusätzlich.
        Die Baumethode ergibt einen unglaublich festen, gleichzeitig leichten Rumpf.
    
    Ein Woodcore-Epoxy - Rumpf ist widerstandsfähiger in seiner Punktbelastbarkeit als Aluminium, dort
    wo es unterstützt ist (also z. B. im Bereich der Schotten).
    Weitere Vorteile:
        -    keine Elektrolyse
        -    kein Rost
        -    keine Osmose.    
        
Die Yacht wurde von "Jachtbouw Bart Jan Bats" gebaut.


...   Medemblik, Holland: "Kiellegung", in unserem Fall die Errichtung eines Mallengerüstes.      

      

Das Holz wird bis auf 12 % Wassergehalt heruntergetrocknet.
Dann werden die Holzleisten mit Epoxy aufeinandergeleimt. Um die Rumpfform zu erzeugen, werden die Leisten gebogen, an die Mallen geschraubt und aufeinander fixiert. Nach der Leimung werden die Schrauben wieder entfernt.
Im Bild Bart Jan Bats.

 

 

Zunächst wird der Rumpf geschliffen. Dann folgen 2 Lagen Glasfiber außen
und später auch innen). Die Lagen werden in 135o (senkrecht = 90 + 45)
und 45o (90 - 45) übereinandergelegt.
Diese Anordnung verhindert, dass sich der Rumpf verwringt.

                                 

 

                Der Rumpf wird gespachtelt mit Epoxy-Spachtelmasse.
                Epoxy ist wasserdicht (im Gegensatz zu Gelcoat).

 

Der Rumpf wird gedreht.                                     

                          

       

 

 Wieke setzt die Bodenwrangen.

 

 

   Glass-fibre - Arbeiten

 

Der Innenausbau hat begonnen: Schott I (Kollisionsschott) und Schott II (Vorschiffsschott) sind einlaminiert.

 

 

 Pantry mit Abfalleimer

              

 

 Der Motor ist an seinem Platz, ein Yanmar 3 JH4E:    3 Zylinder, 28,4 kW (39 PS)    

Als der Rumpf der Yacht fertig und der Motor eingebaut worden war, brannte die Werft in Medemblik ab.
Mit ihr die benachbarte Kunststofffenster-Fabrik.
Brandstiftung ?
Unsere Schiff und eine zweite, nahezu fertige Yacht gingen in Flammen auf.

Bart Jan Bats, unser Bootsbaumeister, verlegte seine Arbeitstätte von Medemblick nach Zaandam.
Deshalb sind die Bilder in unterschiedlichen Hallen aufgenommen.
Neubeginn: ....

 

  Getriebe

 

Die Bilge, noch ohne Fußbodenbretter.
Rechts die zukünftige Stb-Salonbank, gleichzeitig Dieseltank.    

                                 

 

  Blick ins zukünftige WC

 

 

                        Schrank, Stb-Seite, Vorschiff

 

 

              Sandwichdeck. Aus Gewichtsgründen mit Schaumplatten als Distanzmaterial.
              Sichtbar sind auch die Kabel der Deckenbeleuchtung für Salon und Vorschiff.

 

  Die Decksseiten sind mit Bootsbausperrholz abgedeckt.

 

               Das Vorschiffsdeck ist verschlossen und gespachtelt.

 

   Desgleichen das Achterschiff.

                                        

         Ruderanlage von Jefa, Dänemark. Der Ruderschaft wird eingepasst.

        

 

  Der Kiel kommt aus ...  Hier noch in der Gießerei.

        

 

   Der Rumpf ist innen und außen fertig, gespachtelt und lackiert.
   Es ist soweit! Summertime wird aus der Halle geschoben.
   Ausgelassene Stimmung!

 

 

 

 

 

 

   Der Kiel wird untergebolzt. Millimeterarbeit!

 

Das Ruder wird eingepasst. 


Dann hängt das Schiff mit freiem, nicht unterlegten Kiel 3 Tage im Winterlager-Gestell.
Das Gewicht des Kiels wird die Yacht auseinanderziehen. Bei Holzschiffen, sagt Wieke, sind es 3 bis 5 cm.
Dann soll die Maststütze millimetergenau eingepasst werden.
Abstand nach 3 Tagen bei Summertime: 0,02 mm. Das ist unter der Messgenauigkeit.

Darauf einen Schluck! 

 

         Der Schiffsname wird aufgezogen.

 

   Zaandam, .... : Stapellauf ...

 

 

       ... und Bootstaufe        

  

 

Erstes Frühstück an Bord.

 

 

 

                         ... Erste große Fahrt: den Rhein hoch bis Deutschland. Unter Maschine.

 

 ... Emmerich (Dtld.) Einbau der gesamten Elektrik in Eigenregie.
 Beraten wurde ich von Herrn Stollsteimer, Fa. Phillipi in Remseck am Neckar.

 

 

   Hauptverteiler

 

 

 Rückreise nach Holland. Fahrt durch die Kanäle, Ziel: Breskens.
 Letzte Schleuse: Vlissingen, Scheldemündung.

 

   Der Mast (von Hallspars, Breskens) ... 

 

... wird gestellt.

 

 

   Rollfock von Reckmann, Segel aus der Segelwerkstatt Stade

 

 

  Die Summertime  ...

 

    ... in all ihrer Pracht

               

 

   Plotter, Log/Lot etc. 

 (Die Elektronik wurde inzwischen erneuert, 2012).

 

 

Summertime unter Aries-Windsteueranlage (Dyvig, Dänemark, 2007)
auf der Fahrt von den Shetlands nach Bergen (2008).

 


 Für die Fahrt nach Island wird Summertime mit einem Jordan-Treibanker ausgerüstet (2010).

 

 

Der Jordan-Series-Drogue musste nicht eingesetzt werden.

  

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